Wir schreiben das Jahr 2023, der Ort des Geschehens: ein Kunstmuseum auf Lanzarote. Es ist einer dieser typischen, eigentlich von andächtiger Stille geprägten Räume, in denen die zivile Gesellschaft stillschweigend übereingekommen ist, Kunst auf sich wirken zu lassen. Von einer Galerie aus beobachte ich, wie eine junge Influencerin mitten in der Haupthalle exakt vor einem der wichtigsten Ausstellungsstücke ihr Lager aufschlägt. Handykamera und ein professionelles Stativ werden in Position gebracht. Dann wirft sie sich mächtig in Pose, lässt ihre Stola langsam über die Schultern gleiten und präsentiert ihr ohnehin recht freizügiges Dekolleté in einem schulterfreien Top – für die Kameralinse und das unfreiwillige, zusehends irritierte Publikum gleichermaßen.
Sie tippt auf »Record« und beginnt, ihren neuesten »Hot Take« – ihre neueste steile These – in die Kamera zu plappern. Worum es ging? Keine Ahnung, ich war glücklicherweise zu weit weg. Doch dann trat ein Angestellter des Museums auf den Plan. Höflich, aber überaus bestimmt sprach er sie an. Offenbar war ihr Verhalten dem Ort nicht angemessen – eine Einschätzung, die ich vollumfänglich teile. Er wollte sie wohl dazu bewegen, die Aufnahme an einen unauffälligeren Ort zu verlegen oder sich zumindest wieder der Umgebung entsprechend zu verhüllen. Das sah die junge Dame überhaupt nicht ein. Im Gegenteil: Sie machte eine lautstarke Szene und verwandelte so die Zurechtweisung ein Drama, das schließlich damit endete, dass ein herbeigerufener Security-Mann sie samt Equipment recht robust in Richtung Ausgang eskortierte.
Dass Influencer den öffentlichen und halböffentlichen Raum heute ganz selbstverständlich als ihr persönliches, exklusives Filmstudio begreifen, ist längst zu einer globalen Plage geworden. Und wenn etwas schiefgeht – wenn die Realität nicht dem Drehbuch entspricht –, wird das Material kurzerhand umfunktioniert: Man mokiert sich über die unbeteiligten »Störer« – also Menschen, die den Raum ganz normal nutzen –, um sie im Netz bloßzustellen. Ein Klassiker dieser Gattung spielt sich täglich in Fitnessstudios ab. Jeder, der unglücklicherweise durchs Bild läuft oder für den Bruchteil einer Sekunde verwundert auf das grell leuchtende Ringlicht starrt, wird im Netz gnadenlos zum »Starrer« und »Creep« abgestempelt.
Dieses Phänomen, bei dem die eigene Person ins Zentrum der Weltwahrnehmung gerückt wird, hat inzwischen einen festen Namen in der Popkultur: »Main Character Syndrome« (MCS). Eine Diagnose ist das nicht, sondern ein Etikett aus der Popkultur. Aber es beschreibt ein Symptom eines digitalen Zeitalters, das den Mitmenschen nur noch als lästige Kulisse wahrnimmt.
Und bevor jemand abwinkt: Das ist kein Frauenphänomen. Männer spielen dieselbe Rolle, meist nur lauter. Dazu später mehr.
Von der weiblichen Emanzipation zur postfeministischen Falle
Doch wir wollen es uns nicht zu einfach machen und das Konzept zunächst von seiner Ursprungsidee her betrachten, wie sie aus feministischer Sicht naheliegt. Die Idee, sich selbst als Hauptdarstellerin im eigenen Leben zu begreifen, ergibt historisch und psychologisch durchaus Sinn. Sich nicht länger in die passive Rolle drängen zu lassen, ist ein essenzieller Schritt des Empowerments. Gerade Frauen wurden und werden in patriarchalen Gesellschaften viel zu oft in die Rolle der unsichtbaren »Supporting Actress« verwiesen – sei es im Beruf, bei der unbezahlten Care-Arbeit im Hintergrund oder als bloßes Objekt im Narrativ eines Mannes. Wenn Frauen also plötzlich eine »Main Character Energy« für sich beanspruchen, ihre eigenen Bedürfnisse priorisieren und den Raum für sich einfordern, ist das zunächst eine nachvollziehbare, emanzipatorische Befreiung. So weit, so fair.
Das Problem ist jedoch, dass die Architektur von Social Media nicht nur gesundes Selbstbewusstsein, sondern auch ungesunden Narzissmus fördert. Diese angebliche Emanzipation wird schnell von einer neoliberalen Verwertungslogik gekapert. Die britische Wissenschaftlerin Rosalind Gill hat diese Mischung aus Empowerment-Rhetorik, Individualismus und Marktlogik schon 2007 als »postfeministisch« beschrieben. Die Währung der Plattformen lautet: »Ich habe mehr Follower als du, ich generiere mehr Aufmerksamkeit, also bin ich wichtiger und mein Leben ist schlichtweg mehr wert.« Der Soziologe Andreas Reckwitz beschreibt diese Logik in »Die Gesellschaft der Singularitäten«: Wert hat, was einzigartig erscheint und Aufmerksamkeit bindet. In dieser Aufmerksamkeitsökonomie neigen Influencer erschreckend schnell dazu, auf ihre Mitmenschen herabzusehen.
Ein Paradebeispiel sind die unzähligen Video-Formate, in denen meist junge Frauen über ihre endlosen Dating-Anforderungen und sogenannten »Icks« (Abneigungen) sprechen. Unter dem Deckmantel von »Standards« wird eine eiskalt transaktionale Dating-Kultur propagiert. Das romantische Gegenüber wird seines Menschseins beraubt und als reine Ressource betrachtet. Auf alle, die diese hochgeschraubten, oft rein finanziellen oder ästhetischen Maßstäbe nicht erfüllen, wird mit unverhohlener Verachtung herabgeblickt. Der Mitmensch wird zum reinen Asset oder zum defizitären Auslaufmodell deklariert. Das hat mit Feminismus nichts mehr zu tun; es ist die Unterwerfung unter einen kulturellen Kapitalismus, der menschliche Beziehungen wie Aktienportfolios bewertet.
Die Zerstörung der »höflichen Nichtbeachtung«
Wenn diese narzisstische Grundhaltung den digitalen Raum verlässt und beim Dreh auf die Straße, ins Museum oder ins Gym getragen wird, entsteht eine Entitlement-Kultur – ein Anspruchsdenken ohne Rücksicht. Die unausgesprochene, oft aber auch sehr lautstark formulierte Botschaft lautet: »Ich bin wichtig, ich generiere hier Content, also darf ich hier drehen. Und du bist nur ein NPC, also sei entweder ein stiller Statist für meine Heldensaga, oder verpiss dich.«
Dieser von der Gamer-Kultur entlehnte Begriff des »NPC« (Non-Player Character) ist in seiner soziologischen Dimension brandgefährlich. In Videospielen sind NPCs algorithmisch gesteuerte Hintergrundfiguren ohne eigenen Willen, ohne Emotionen, rein dazu da, die Welt der Hauptfigur zu füllen. Wenn Influencer anfangen, ihre echten Mitmenschen als NPCs zu bezeichnen, vollziehen sie einen Prozess der Dehumanisierung. Wer nur ein NPC ist, dem schuldet man keinen Respekt. Der hat keine eigenen Rechte, der kann nicht verletzt werden, den darf man für ein paar Klicks ungefragt abfilmen und dem Gespött von Millionen Followern preisgeben.
Was diesen selbsternannten Hauptfiguren jedoch völlig entgeht: Ihre Freiheit endet dort, wo meine beginnt. Und umgekehrt. Der große Soziologe Erving Goffman prägte 1963 in »Behavior in Public Places« den Begriff der »Civil Inattention« (höfliche Nichtbeachtung). Sie ist die Grundlage unseres urbanen Zusammenlebens. Wir alle blicken uns auf der Straße flüchtig an und schauen dann weg, um einander zu signalisieren: »Ich respektiere deine Privatsphäre, du hast von mir nichts zu befürchten.«
Die Kamera des Influencers jedoch bricht diesen ungeschriebenen sozialen Vertrag. Sie starrt mich unerbittlich an und zwingt mich so, mich zu verhalten. Wenn wir uns im öffentlichen Raum begegnen, müssen wir uns miteinander arrangieren. Und dieser Kompromiss kann nicht bedeuten, dass alle anderen den Content-Erstellern ehrfürchtig weichen müssen. Der öffentliche Raum ist ein Ort der Gleichberechtigung und der geteilten Vulnerabilität, kein kostenloses Hollywood-Set für Möchtegern-Stars.
Nicht umsonst ist das auch rechtlich geregelt. Das freihändige private Knipsen ist erlaubt, aber wer in Deutschland den Gehweg mit Stativen blockiert, Ringlichter aufbaut oder den Raum für seine kommerzielle Reichweite monopolisiert, braucht in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis der Kommune. Doch das juckt Menschen mit Main Character Syndrom nicht. Sie nehmen sich den Raum einfach.
Der Tatort Fitnessstudio und das Recht auf das eigene Bild
Besonders dramatisch eskaliert dieser Landraub im halböffentlichen Raum, etwa im Fitnessstudio. Hier prallen die Welten unversöhnlich aufeinander. Auf der einen Seite Menschen, die schwitzen, unvorteilhaft aussehen, sich auf sich selbst konzentrieren und in einem oft verletzlichen Moment Sport treiben. Auf der anderen Seite der Influencer, der genau dieses Umfeld als Kulisse für seine perfekte Inszenierung nutzen will.
Es entbehrt nicht einer gewissen juristischen Ironie: Selbst der Betreiber eines Fitnessstudios darf seine Trainingsfläche nicht einfach lückenlos mit Kameras überwachen. Das Verwaltungsgericht Ansbach hat 2022 entschieden (Az. AN 14 K 20.00083), dass das ein gravierender Eingriff in das Recht der Trainierenden auf informationelle Selbstbestimmung ist – obwohl der Betreiber damit Diebstähle aufklären und Frauen vor Übergriffen schützen wollte. Wenn aber nicht einmal der Besitzer mit guten Gründen filmen darf, mit welchem Recht stellt dann ein Influencer oder eine Influencerin das Stativ in die Hantel-Area und filmt die halbe Halle mit?
Die Antwort lautet: mit keinem – jedenfalls sobald das Material veröffentlicht wird und Menschen darin erkennbar herausgestellt werden. Dafür verlangt das Kunsturhebergesetz die Einwilligung der Abgebildeten (§ 22 KUG). Ausgenommen ist etwa, wer nur als Beiwerk durchs Bild läuft (§ 23 KUG). Wer jemanden ohne Einwilligung als »Gym Creep« vorführt, macht sich strafbar (§ 33 KUG). Auch kann sich niemand mit dem Hinweis auf private Zwecke herausreden: Die Ausnahme der DSGVO für rein Privates gilt nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs nicht mehr, sobald etwas im Internet für ein unbegrenztes Publikum veröffentlicht wird. Doch anstatt Unrechtsbewusstsein zu zeigen, wird die Situation rhetorisch umgedreht. Der unschuldige Trainierende, der vielleicht für eine Sekunde verwundert auf das riesige Kameralicht starrt, wird als »Gym Creep« (Spanner) geframet. Durch Zeitlupen und abfällige Texteinblendungen wird ein völlig normales Verhalten in eine sexuelle Belästigung umgelogen.
Dabei gilt für mich und für jeden anderen ganz simpel: Ich lasse mich nicht mal eben zum »Supporting Actor« wider Willen machen. Ohne mein Wissen, ohne meine ausdrückliche Einwilligung und schon gar nicht als vermeintlicher »Creep« oder »Störer« im Hintergrund. Versteht mich nicht falsch: Bei guter Bezahlung – ich rufe für meine schauspielerischen Dienste als Darsteller bei Film und Fernsehen einen Tagessatz von ca. 1.000 Euro auf und kann auch gut creepy gucken – spiele ich die Rolle gerne. Das sieht sogar das Gesetz so: Wer sich für eine Aufnahme bezahlen lässt, hat im Zweifel eingewilligt (§ 22 KUG). Aber niemals unfreiwillig und niemals gratis für den Algorithmus eines Fremden. Wenn mein Gesicht Traffic und Werbeeinnahmen generiert, will ich meinen Cut.
Die Bewirtschaftung der Empörung und der algorithmische Kapitalismus
Warum aber grassiert dieses Verhalten derart unkontrolliert? Die Ursache liegt tief im Geschäftsmodell der Tech-Giganten. Wir leben in einem algorithmischen Plattformkapitalismus, der nichts so hoch belohnt wie Empörung, Konflikt und soziale Normverletzung.
Die Plattformen fungieren als Makler unserer Aufmerksamkeit. Ein Video, das Harmonie und Rücksichtnahme zeigt, erzeugt weit weniger Interaktion. Ein »Rage Bait« (Wut-Köder) hingegen – ein Video, in dem sich jemand rücksichtslos verhält und andere an den Pranger stellt – lässt die Kommentarspalten explodieren. Das ist gut untersucht: Moralisch-emotional aufgeladene Beiträge verbreiten sich deutlich weiter (Brady u. a., PNAS 2017), und Feindseligkeit gegen »die anderen« war in einer großen Studie der stärkste gemessene Treiber von Interaktion überhaupt (Rathje u. a., PNAS 2021). Der Algorithmus unterscheidet nicht zwischen gerechtem Zorn und freudiger Zustimmung; er registriert nur das sogenannte »Engagement«. Und Engagement spült Werbegelder in die Kassen. Die Influencer sind in diesem Spiel letztlich auch nur die getriebenen, oft prekären Zuarbeiter einer milliardenschweren Industrie, die das Brechen sozialer Regeln mit Reichweite (also Geld) entlohnt. Das Main Character Syndrome ist somit das perfekte, systemisch gewollte Verhaltensmuster für das Geschäft von Meta, ByteDance und Google.
Und bevor sich jemand in der Marketingabteilung entspannt zurücklehnt: Das ist auch euer Problem. Wer Influencer bucht, kauft deren Methode mit. Ein Creator, dessen Reichweite auf bloßgestellten Statisten gebaut ist, bringt diese Statisten in eure Kampagne mit – und euer Logo steht daneben, wenn das nächste »Gym Creep«-Video droppt. Reichweite ist keine neutrale Währung. Sie hat eine Herkunft. Informiert euch, bevor ihr sie einkauft.
Therapy-Speak: Die Waffe der Egozentrik
Um diese Egozentrik jedoch vor sich selbst und der Welt intellektuell zu legitimieren, bedient sich die Entitlement-Kultur eines Tricks: Sie missbraucht die Sprache der Psychotherapie.
Der australische Psychologe Nick Haslam hat 2016 beschrieben, wie sich Begriffe für psychisches Leid immer weiter ausdehnen. Er nennt das »Concept Creep« (Konzeptausweitung). Im Netz geht es einen Schritt weiter: Die gedehnten Begriffe werden zur Waffe. Jeder noch so berechtigte Widerspruch, jede Bitte um Rücksichtnahme wird sofort als »toxisch« abgestempelt. Wer dem Main Character im Weg steht, betreibt angeblich »Gaslighting«. Und wenn man rücksichtslos andere Menschen abwertet oder im Gym demütigt, verbucht man das nicht als das, was es ist – asoziales Verhalten –, sondern verkauft es stolz als »Boundary Setting« (Grenzen setzen) und »Self-Care«.
Die Sprache der psychischen Heilung wird hier pervertiert, um eine Immunisierung gegen jede Kritik zu erreichen. Wer sich nur noch um sich selbst dreht und andere wie austauschbare Software-Komponenten behandelt, hat keine »Grenzen gesetzt«, sondern die Fähigkeit zur Empathie verloren.
Das garstige Finale: Weder Feminismus noch Rebellion
Wir enden an dieser Stelle ausnahmsweise nicht mit einem versöhnlichen Appell, sondern werden garstig. Denn dieses Entitlement wird nur zu gerne von allen Seiten ideologisiert und moralisch verbrämt.
Das heimliche Filmen und Bloßstellen des angeblichen »Creeps« im Fitnessstudio ist kein Akt des feministischen Empowerments. Es ist rücksichtslose Egozentrik, die den eigenen Follower-Zuwachs über die Würde und die Persönlichkeitsrechte anderer stellt. Wer den Kampf für echte Gleichberechtigung vorschiebt, um Klicks mit der Demütigung von Mitmenschen zu generieren, erweist der Sache einen Bärendienst.
Genauso wenig ist es jedoch eine akzeptable pubertäre Rebellion oder harmlose »Boys will be boys«-Mentalität, wenn das männliche Pendant dieses Syndroms zuschlägt – was leider allzu oft bagatellisiert wird. Entgegen dem weit verbreiteten misogynen Mythos ist das Main Character Syndrome nämlich keineswegs ein rein weibliches Phänomen. Die männliche Variante des Entitlements äußert sich nur oft deutlich aggressiver und direkter, bevorzugt in Form von sogenannten »Pranks«.
Da stürmen männliche In-Real-Life-Streamer brüllend durch Fußgängerzonen, belästigen unschuldige Passanten aufs Übelste, provozieren gezielt ausländische Kulturen, dringen für den ultimativen Klick in fremde Privathäuser ein oder stiften Chaos in Supermärkten. Der berüchtigte Mizzy etwa wurde 2023 in Großbritannien zu 18 Wochen Jugendhaft verurteilt, weil er trotz gerichtlichen Verbots weiter Videos von Menschen ohne deren Einwilligung veröffentlicht hatte. Johnny Somali hat ein Gericht in Seoul im April 2026 zu sechs Monaten Haft verurteilt. Sie erklären die Welt zu ihrem persönlichen Spielplatz und die ahnungslosen Bürger zu ihren Opfern. Das wird in der männlich dominierten Gaming- und Streamingkultur oft als rebellisches »Trolling« gefeiert, gepaart mit heimlicher Bewunderung für die Kühnheit des Streamers.
Nennen wir die Dinge beim Namen: Das ist kein Trolling. Das ist in vielen Fällen strafbar.
Beide Auswüchse – ob das narzisstische Gym-Shaming unter dem Deckmantel des Empowerments oder der kriminelle Streamer-Prank unter dem Deckmantel des Humors – speisen sich aus exakt derselben Quelle. Es ist der unerschütterliche, durch Algorithmen hochgezüchtete Glaube, dass die Welt nur die Kulisse für den eigenen Film ist und alle anderen darin lediglich bedeutungslose Komparsen sind, deren Gefühle, Rechte und Leben keinerlei Relevanz besitzen.
Doch wir müssen diesen Main Characters ihren Applaus verweigern. Konkret heißt das:
- Fitnessstudios, Museen und andere Betreiber schreiben klare Filmregeln in ihre Hausordnung – und setzen sie durch, so wie der Museumsmitarbeiter auf Lanzarote.
- Wer ohne Einwilligung als »Creep« vorgeführt wird, erstattet Anzeige. Und Polizei und Staatsanwaltschaften behandeln § 33 KUG nicht als Bagatelle.
- Plattformen, die an der Bloßstellung verdienen, entfernen solche Videos nach einer Meldung schnell – statt sie bis dahin weiter auszuspielen.
Denn wer den öffentlichen Raum ungefragt zu seinem persönlichen Filmset erklärt und seine Mitmenschen zu NPCs degradiert, darf sich nicht wundern, wenn wir, die vermeintlichen Statisten, beschließen, die Vorstellung wegen groben Unfugs vorzeitig abzubrechen – notfalls mit der Hilfe des Museums-Security-Mitarbeiters.
Transparenzhinweis: Diesen Artikel habe ich selbst geschrieben. Bei Recherche, Quellenprüfung und Lektorat hatte ich redaktionelle Unterstützung durch KI. Wie ich mit KI arbeite, steht in meiner KI-Richtlinie.




