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Helmut Barz – Komplexe Themen? Mitreißende Storys!
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Dance like nobody’s watching

Warum wir aufhören müssen, uns dem Diktat der Kamera zu beugen

Ein Mensch, ein Discman, ein Tanz in der U-Bahn: 2014 ging das noch. Über die Angst, ungefragt gefilmt zu werden, die Ökonomie der Empörung, das stumpfe Schwert des Rechts – und den grauen Fels.

Der Podcast zum Artikel: 

2014, ein halbes Jahr Sabbatical in New York. Ich fuhr U-Bahn, so oft ich konnte – nicht nur, weil die Subway der schnellste Weg durch diese Stadt ist, sondern weil man die Stadt in ihr im Wortsinn erfährt: Wer steigt wo ein, wer wo aus? Wer wohnt in welchem Viertel, wer arbeitet wo, und wer fährt um neun Uhr abends noch nach Hause?

Ein Moment aus dieser Zeit ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Es war Abend, etwa neun Uhr. Ich saß in einem mäßig besetzten Waggon, als an einer Station ein älterer Schwarzer Mensch zustieg. Man sah ihm auf den ersten Blick an, dass er müde und erschöpft war. Seine Kleidung hing schwer an ihm, sein Gesicht war von den Spuren eines langen, harten und vermutlich frustrierenden Arbeitstages zerknautscht. Die ganze Last der Stadt schien auf seinen Schultern zu ruhen.

Doch dann griff er in seine Tasche und zog etwas hervor, das schon damals wie ein Relikt aus einer anderen Zeit wirkte: einen Discman. Fast feierlich entwirrte er das Kabel, setzte sich die Kopfhörer auf und schaltete das Gerät an. Augenblicklich entspannte sich sein ganzer Körper. Die tiefen Falten der Anstrengung auf seiner Stirn glätteten sich. Was auch immer er sich in diesem Moment anhörte – es war sein persönlicher Schokoladenkeks für die Seele.

Er schloss die Augen. Zunächst begann er nur, mit seiner freien Hand sanft den Takt des offensichtlich getragenen Musikstücks zu dirigieren. Doch dann ergriff die Musik Besitz von ihm. Er begann, sich hin und her zu wiegen in einem völlig selbstvergessenen Tanz, bei dem er die Welt um sich herum ausblendete, ganz in der Melodie versunken, im Rhythmus seiner eigenen kleinen Zuflucht.

Bei der Vorbereitung für diesen Artikel habe ich oft an diesen Menschen gedacht. Und ich habe mich unweigerlich gefragt: Könnte er sich heute, zwölf Jahre später, noch genauso verhalten? Ohne dass im selben Waggon gleich mehrere Smartphone-Kameras gezückt würden, um seinen intimen Moment der Entspannung, seinen Tanz, aufzuzeichnen, ins Internet zu stellen und ein ungefragtes, globales Urteil über ihn zu fällen?

Ich denke: Nein. Selbst in einer erklärten »Leben und leben lassen«-Stadt wie New York wäre das heute ein gewagtes Unterfangen. Die Allgegenwart der Kameras hat den öffentlichen Raum und die Art, wie wir uns in ihm bewegen, verändert.

Das allsehende Auge: Von der Demokratisierung zur Dauer-Überwachung

Wenn wir über Kameras im öffentlichen Raum sprechen, müssen wir bei den positiven Aspekten beginnen. Der kanadische Ingenieur und Erfinder Steve Mann prägte für die Kamera in der Hand des Bürgers den Begriff der »Sousveillance« (Unterwachung) – als direkten Gegenentwurf zur »Surveillance« (Überwachung durch den Staat). Die Kamera von unten sollte Machtverhältnisse ausgleichen.

Und das hat sie getan. Ohne die zufälligen Zeugenvideos von mutigen Passanten, die in Sekundenbruchteilen entschieden, auf Aufnahme zu drücken, wären extreme Fälle von Polizeigewalt – wie etwa der Tod von Eric Garner im Jahr 2014 oder die Ermordung von George Floyd im Jahr 2020 – niemals in ihrer vollen, ungeschönten Härte ans Licht der Weltöffentlichkeit gelangt. In diesen Momenten ist die Smartphone-Kamera ein unbestechliches, demokratisierendes Instrument der Gegenkontrolle. Sie zwingt Autoritäten zur Rechenschaft.

Und hier steigt der Mensch aus der U-Bahn noch einmal zu. Eric Garner und George Floyd waren Schwarze Menschen wie er. Für sie war die Kamera der Passanten das Werkzeug, das ihr Sterben sichtbar machte – gegen die Version, die sonst womöglich in den Akten gestanden hätte. Dieselbe Linse würde heute vielleicht auf ihn zielen. Aber nicht, um ihn zu schützen. Sondern um ihn vorzuführen: als den komischen Alten, der in der Subway tanzt.

Denn jede Technologie hat ihren Kipppunkt. Was als Werkzeug der Bürgerrechte begann, hat sich schleichend, aber gewaltig gegen uns selbst gerichtet. Der Kommunikationswissenschaftler Mark Andrejevic nennt dieses Phänomen die »laterale Überwachung« (Lateral Surveillance). Wir überwachen nicht mehr nur die Mächtigen; wir überwachen uns ununterbrochen gegenseitig. Der öffentliche Raum ist zu einem digitalen Panoptikum mutiert. In diesem Gefängnis ohne Mauern gibt es keine zentralen Wärter mehr. Wir alle sind gleichzeitig Insassen und Wärter, bewaffnet mit Linsen, die in 4K-Auflösung aufzeichnen, und verbunden mit Plattformen, die jeden Fehltritt in Echtzeit in die Welt posaunen können.

Der Interaktions-Chill und die Zerstörung der zivilen Unaufmerksamkeit

Der Soziologe Erving Goffman prägte einst den wunderbaren Begriff der »höflichen Nichtbeachtung« (Civil Inattention). Damit meinte er den stillschweigenden gesellschaftlichen Vertrag, der es uns ermöglicht, in dicht gedrängten Städten friedlich zusammenzuleben: Wir nehmen den Fremden auf der Straße kurz wahr, blicken ihm vielleicht eine Millisekunde in die Augen, um zu signalisieren »Ich sehe dich und du bist keine Bedrohung« – und dann wenden wir den Blick höflich wieder ab.

Dieses höfliche Nichtbeachten gewährt uns Privatsphäre in der Öffentlichkeit. Sie erlaubt es uns, mal ungeschickt zu stolpern, schlecht gelaunt aus der Wäsche zu gucken oder selbstvergessen in der U-Bahn zu tanzen, ohne dass es zu einer Staatsaffäre wird.

Die Smartphone-Linse hat diesen Vertrag einseitig und brutal gekündigt. Die digitale Moralpolizei straft heute mit unerbittlicher Härte. Und ihr geht längst nicht mehr um das Aufdecken von Verbrechen. Es geht um die Jagd nach dem sogenannten »Cringe« (Fremdscham) und den »Icks« (subjektiven, oft banalen Abneigungen).

Das Resultat ist ein gesamtgesellschaftlicher »Interaktions-Chill« – eine präventive Verhaltensstarre. Die Angst, sich irgendwie falsch, schräg oder auch nur unästhetisch zu verhalten, zwingt uns in einen vorauseilenden Gehorsam. Wir sehen das in ehemals geschützten, halböffentlichen Räumen wie dem Fitnessstudio. Unter dem Hashtag #gymcreep sammelt TikTok Videos, in denen Frauen Männer filmen, von denen sie sich angestarrt fühlen – schon Anfang 2023 kam allein dieser Hashtag auf über 76 Millionen Aufrufe. Zugegeben: Viele dieser Videos dokumentieren echte Belästigung. Andere zeigen jedoch nur einen Mann, der in die falsche Richtung schaut. Mein Eindruck: Seitdem fixieren insbesondere Männer, aber auch Frauen, den Blick fast schon panisch auf den Boden, aus Angst, dass ein zufälliger Blick in Richtung eines Stativs sofort als sexuelle Belästigung gebrandmarkt und auf TikTok millionenfach geteilt wird.

Noch verheerender wirkt sich dieser Chill auf das Feld der Romantik aus. Überspitzt gesagt: Flirten – das historische Spiel von Annäherung, feinen Signalen und dem Mut zur Verletzlichkeit – ist im öffentlichen Raum fast zum Erliegen gekommen. Wer heute in einem Café jemanden spontan anspricht, riskiert nicht mehr nur einen Korb, sondern die filmische Dokumentation seines »Fehltritts« und die endgültige soziale Ächtung als »Creep«. In einer US-Umfrage, die ein Dating-Coach 2022 in Auftrag gab – also mit Vorsicht zu genießen –, sagten 44 Prozent der Männer, die Angst, als »creepy« zu gelten, mache es unwahrscheinlicher, dass sie Frauen ansprechen.

Im Artikel »Knutscht mal wieder!« habe ich beschrieben, wie wir uns mit Kopfhörern, Dating-Apps und Selbstoptimierung voneinander abschotten – und mitten in eine Einsamkeitsepidemie hineinlaufen. Hier schließt sich der Kreis auf fatale Weise: Die omnipräsente Angst vor der Kamera tötet die Spontaneität. Sie verhindert das Entstehen von wertvollen Zufallsbekanntschaften – jener losen Kontakte, die der Soziologe Mark Granovetter »Weak Ties« nannte – im echten Leben. Aus Angst vor der realen Welt fliehen wir in die vermeintlich sicheren, kontrollierbaren digitalen Dating-Apps und Social-Media-Feeds – genau dorthin, wo unsere Einsamkeit eigentlich ihren Ursprung nimmt.

Die Ökonomie der Empörung: Wer profitiert vom Shaming?

Warum aber stürzen sich Millionen von Menschen geradezu lustvoll auf Videos von harmlosen Pannen oder ungeschickten Annäherungsversuchen Fremder? Die Antwort liegt in der Architektur der sozialen Medien und der Ökonomie der Empörung.

Algorithmen von Plattformen wie TikTok, X oder Instagram sind wertblind. Ihnen geht es weder um Wahrheit noch um Ethik; es geht ihnen ausschließlich um unsere Verweildauer und unser Engagement. Und die Forschung zeigt: Inhalte, die hoch aktivierende Emotionen wie Wut oder Angst auslösen, werden deutlich häufiger geteilt als solche, die nur traurig machen. Jedes moralisch-emotionale Wort in einem Post – Begriffe aus dem Wortfeld von Empörung, Schande oder Ekel – erhöht seine Verbreitung messbar.

Jedes Shaming-Video ist algorithmisches Gold. Indem wir uns in den Kommentarspalten über den »Fehltritt« eines Fremden echauffieren, betreiben wir, was die Philosophen Justin Tosi und Brandon Warmke »Moral Grandstanding« nennen: Wir demonstrieren unserer eigenen Peer-Group, wie moralisch überlegen und fehlerfrei wir selbst sind.

Diese Entwicklung ist äußerst toxisch. Wenn eine Szene aus der U-Bahn vor einem Millionenpublikum landet, das weder den Ort noch die Menschen kennt – die Medienforscherinnen Alice Marwick und danah boyd nennen das »Context Collapse« –, geht jegliche Empathie verloren.

Ich halte diese algorithmische Dauererregung für einen wesentlichen Treiber der gesellschaftlichen Polarisierung, die wir derzeit besonders bei der Generation Z beobachten. Der Datenjournalist John Burn-Murdoch hat in der Financial Times eine »neue globale Geschlechterkluft« vermessen, die inzwischen oft »Great Gender Divergence« genannt wird: Junge Frauen und junge Männer driften politisch auseinander – in den USA wie in Deutschland liegen sie inzwischen rund 30 Prozentpunkte auseinander. Als einen Faktor nennt Burn-Murdoch selbst, dass junge Männer und Frauen durch Smartphones und soziale Medien zunehmend in getrennten Räumen leben. Wenn Männer in ihren Feeds unentwegt Videos von radikalen, männerhassenden Aussagen sehen und Frauen ununterbrochen mit Clips von misogynen Dating-Coaches oder übergriffigem Verhalten bombardiert werden, entsteht eine Nullsummen-Mentalität. Das Vertrauen in das andere Geschlecht erodiert. Überspitzt gesagt: Die Algorithmen verwandeln unsere reale Angst vor Interaktion in einen hochprofitablen, digitalen Geschlechterkrieg.

Exkurs: Das stumpfe Schwert des Rechts

Nun könnte man einwenden: »Aber das ungefragte Posten ist doch illegal!« Und in vielen Fällen stimmt das sogar.

Unser Rechtssystem bietet im Kern zwei Verteidigungslinien. Die erste ist das Kunsturhebergesetz (KUG). § 22 KUG besagt klipp und klar: Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung der Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Das Recht am eigenen Bild liegt also bei euch. Die Ausnahmen regelt § 23 KUG – etwa, wenn ihr nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheint, Teil einer Versammlung seid oder zu einem zeitgeschichtlichen Ereignis gehört. Bei einem Video, das euch gezielt beim Stolpern oder Flirten zeigt, greifen diese Ausnahmen nicht. Wer es trotzdem verbreitet, macht sich nach § 33 KUG sogar strafbar.

Die zweite Linie ist das Strafgesetzbuch. § 201a StGB zieht rote Linien beim Verletzen des höchstpersönlichen Lebensbereichs – etwa bei heimlichen Aufnahmen in der Umkleidekabine oder beim Zurschaustellen extremer Hilflosigkeit. Und, für unser Thema entscheidend: Er stellt es auch unter Strafe, eine Aufnahme unbefugt Dritten zugänglich zu machen, die geeignet ist, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden. Noch gefährlicher für heimliche Filmer ist § 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes): Sobald ein Video den nichtöffentlich gesprochenen Ton einer Unterhaltung einfängt, bewegen wir uns im Bereich einer Straftat, die mit Freiheitsstrafe bedroht ist.

Doch die Praxis zeigt ein bitteres Dilemma: Das Recht ist ein stumpfes Schwert gegen die Geschwindigkeit des Internets. Das Zivilrecht (Unterlassung, Löschung, Geldentschädigung) greift in der Regel erst ex post – also im Nachhinein. Wenn der rechtliche Weg beschritten wird, ist das Video längst viral, der Reputationsschaden eingetreten, die Demütigung durch zehntausende Kommentare vollzogen. Das Recht kann vielleicht eine Geldentschädigung oder eine Strafe erzwingen, aber es kann die Scham und die psychische Wunde nicht ungeschehen machen. Wir brauchen also eine robustere, eine innere Abwehrstrategie.

Der graue Fels in der Brandung: Resilienz im digitalen Panoptikum

Wie können wir uns also in einer Welt bewegen, in der theoretisch jeder Passant eine tickende, virale Zeitbombe ist? Die Lösung liegt nicht im Angriff, nicht im Zurückfilmen und schon gar nicht in der verbalen Eskalation. Sie kommt ausgerechnet aus der Selbsthilfe-Szene: die sogenannte Grey-Rock-Methode. Geprägt hat den Begriff 2012 eine Bloggerin unter dem Pseudonym Skylar, als Überlebensstrategie für Menschen, die sich aus toxischen oder narzisstischen Beziehungen lösen. Klinisch untersucht ist dieser Methode jedoch nicht.

Narzissten – und im weiteren Sinne auch auf Klicks fixierte Influencer, Prankster oder Trolle der Moralpolizei – brauchen »narzisstische Zufuhr«. Sie brauchen Drama. Sie brauchen eure Wut, eure Tränen, eure verzweifelten Rechtfertigungen, eure wild fuchtelnden Hände vor der Kamera. Genau das ist das hoch aktivierende Material, das der Algorithmus mit Millionen von Views belohnt.

Die Grey-Rock-Methode dreht diesen Spieß um: Werdet zum grauen Fels. Unscheinbar, langweilig, reaktionslos.

Wenn ihr merkt, dass ihr ungefragt gefilmt werdet oder euch jemand für Social Media provozieren will, entkoppelt euch emotional.

  • Keine Rechtfertigung, keine Diskussion: Jedes Argument liefert nur Zitatschnipsel für das Video.
  • Mimik auf Standby: Das Gesicht wird zu einer entspannten, neutralen Maske. Keine Wut, keine Panik.
  • Kinetische Entschleunigung: Keine hastigen Fluchtbewegungen. Bewegt euch langsam und unbeeindruckt.
  • Blickkontakt verweigern: Schaut durch die Kamera hindurch, als wäre sie ein irrelevantes Stück Plastik.

Das Ziel ist es, den Algorithmus und den Filmer verhungern zu lassen. Ein Video von einem Menschen, der auf eine Provokation oder einen peinlichen Moment stoisch, fast schon gelangweilt reagiert, ist für TikTok weitgehend wertlos. Es löst beim Zuschauer kaum Emotionen aus und stirbt in der algorithmischen Bedeutungslosigkeit.

Es geht hierbei um weit mehr als nur Schadensbegrenzung; es geht um die Rückeroberung eurer eigenen Autonomie. Wir können nicht kontrollieren, wer in der U-Bahn, im Park oder im Fitnessstudio eine Kamera zückt. Aber wir haben die Kontrolle darüber, ob wir diesen Kameras die gewünschte Show liefern.

Und über etwas Zweites, Wichtigeres: unsere eigene Rolle als Wärter. Nicht filmen. Nicht teilen. Nicht kommentieren. Jedes Video, das niemand weiterleitet, ist ein Video, das nicht viral geht.

Wichtig: Der graue Fels ist Notwehr für die eine Minute, in der eine Linse auf euch zielt. Keine Lebenshaltung. Wer ihn zum Dauerzustand macht, hat den Interaktions-Chill nur mit Methode versehen.

Epilog: Dem inneren Takt folgen

Lasst uns noch einmal zu dem Schwarzen Menschen in der New Yorker U-Bahn zurückkehren. Wenn wir ehrlich sind, war er uns allen damals schon meilenweit voraus. Er brauchte keine psychologischen Abwehrstrategien und kein juristisches Halbwissen. Er hatte seinen Discman, seine Musik und einen Moment, der nur ihm allein gehörte.

Vielleicht ist genau das der Ausweg aus unserem kollektiven Interaktions-Chill. Wir müssen lernen, den Spotlight-Effekt, den der Psychologe Thomas Gilovich und seine Kollegen beschrieben haben – diese egozentrische, lähmende Einbildung, dass die ganze Welt ständig auf uns schaut und unsere kleinsten Fehler bewertet –, als das zu entlarven, was er ist: eine Illusion. Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit ihren eigenen Unsicherheiten beschäftigt, um auf unsere zu achten. Und jene, die es doch tun und ihre Kameras zücken, sind es nicht wert, dass wir ihnen die Regie über unser Leben überlassen.

Das Urteil von Fremden im Netz, die uns und unseren Kontext nicht kennen, ist irrelevant. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Angst vor der digitalen Moralpolizei uns zu versteinerten, isolierten Statisten in unserer eigenen Realität macht.

Wenn ihr also das nächste Mal in der U-Bahn sitzt, durch den Park spaziert oder auf dem Weg zur Arbeit seid: Holt euch euren eigenen Schokoladenkeks für die Seele. Stöpselt die Airpods ein, ruft eure Lieblingsplaylist auf, schließt für einen Moment die Augen. Ignoriert die Linsen. Findet euren inneren Takt wieder.

Und dann? Dann lasst uns das Leben wieder als unseren ganz eigenen, unbeobachteten Tanz begreifen. Dance like nobody’s watching.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel und die zugehörige Podcast-Folge sind mit KI-Unterstützung entstanden. Wie ich mit KI arbeite, steht in meiner KI-Richtlinie.

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